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Jahrtausendelang lebten die Menschen im Rhythmus der Sonne: kühl und hell am Morgen, warm und gedämpft am Abend. Heute verbringen wir jedoch die meiste Zeit in Innenräumen, unter Leuchten, die um 9 Uhr morgens und um 21 Uhr abends das gleiche Licht abgeben. Humanzentrierte Beleuchtung (HCL) wurde entwickelt, um diese Diskrepanz zu beheben und ist heute das wichtigste Beleuchtungsthema für Architekten und Arbeitgeber in Europa.
Humanzentrierte Beleuchtung ist ein Ansatz, der die menschliche innere Uhr (den zirkadianen Rhythmus) unterstützt, indem Farbtemperatur und Intensität des künstlichen Lichts an den natürlichen Rhythmus des Tageslichts angepasst werden. Ziel ist es nicht nur, das Sehen zu ermöglichen, sondern auch Wachheit, Konzentration und Schlafqualität durch das richtige Licht zur richtigen Zeit zu fördern.
Unsere innere Uhr, die den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert, reagiert am stärksten auf Licht. Morgens weckt kühles, helles Licht den Geist; abends lässt warmes, gedämpftes Licht den Körper in den Ruhemodus wechseln. Gleichmäßiges, unveränderliches Licht den ganzen Tag über wirkt diesem Rhythmus entgegen: Es stimuliert tagsüber nicht ausreichend und abends unnötig.
Das Herzstück nutzerzentrierter Systeme bilden farbtemperaturverstellbare LEDs (Tunable White): Warm- und Kaltweißkanäle werden in derselben Leuchte gemeinsam angesteuert, und mit der Änderung des Verhältnisses verschiebt sich der Lichtton von warmen 2700 K zu kühlen 6500 K. Diese Übergänge werden automatisch durch digitale Steuerungsprotokolle wie DALI und zeit-/sensorbasierte Szenarien geregelt: Das Licht wird morgens spontan heller und kühler und abends weicher.
In Europa ist die nutzerzentrierte Beleuchtung nicht mehr nur Theorie, sondern Praxis: Zirkadiane Systeme werden in Schulen installiert, um den Schülern zu helfen, sich im Unterricht zu konzentrieren, in Krankenhäusern, um den Schlafrhythmus und die Genesungsprozesse der Patienten zu regulieren, und in Büros, um die Produktivität der Mitarbeiter zu steigern.
1. Lichtqualität ist entscheidend: Ein circadianes Lichtkonzept ist nur mit einer soliden Lichtgrundlage sinnvoll. Die alleinige Änderung der Farbtemperatur reicht nicht aus, um ohne flimmerfreie Treiber, geringes UGR (Ultra-Grain Reconstruction) und einen hohen Farbwiedergabeindex (CRI) für Komfort zu sorgen.
2. Die richtige Steuerungsinfrastruktur: Tunable White-Leuchten sollten mit adressierbaren Steuerungssystemen wie DALI geplant werden; die Lichtszenarien werden im Vorfeld und nicht nachträglich entwickelt.
3. Integration mit Tageslicht: Natürliches Licht wird mit Sensoren gemessen; künstliches Licht ergänzt es, anstatt es zu imitieren. Fensterflächen und Innenräume werden separat betrachtet.
4. Das Lichtszenario an den jeweiligen Raum anpassen: Konzentrationsphasen im Büro, Unterrichtsphasen in der Schule, Nachtmodus im Gesundheitswesen – die optimale Lichtkurve ist für jeden Raum individuell.
Weitere Details zu diesen Kennzahlen finden Sie in unseren Blogbeiträgen mit den Titeln „Was ist UGR?“, „Was ist CRI?“ und „Warum flackern Lichter?“.
In den Leuchten, die wir in unserem Werk in Konya produzieren, bieten wir standardmäßig die Grundlage, die für menschenorientierte Szenarien erforderlich ist: flimmerfreie und dimmbare Treiber, SDCM<3-Farbkonsistenz, hohe CRI-Optionen und 60.000 Stunden Lebensdauer LUMILEDS / OSRAM / NICHIA LED-Module. Wir planen die Produkt- und Treiberkonfiguration gemeinsam entsprechend dem Steuerungsszenario Ihres Projektes und liefern diese mit einer 5-Jahres-Garantie.
Sind nutzerzentrierte Beleuchtung und intelligente Beleuchtung dasselbe?
Nein, aber sie hängen zusammen: Intelligente Beleuchtung beschreibt die Steuerungstechnologie, während nutzerzentrierte Beleuchtung den Zweck dieser Steuerung für die menschliche Gesundheit beschreibt. Nutzerzentrierte Beleuchtung nutzt eine intelligente Steuerungsinfrastruktur als Werkzeug.
Ist das auch für Zuhause geeignet?
Ja. Mit dimmbaren Leuchten und einstellbarer Farbtemperatur lassen sich zu Hause einfache Tagesszenarien einrichten: tagsüber kühl und hell, abends warm und gedimmt.
Welche Farbtemperaturen werden verwendet?
Ein typisches Szenario bewegt sich tagsüber in einem Bereich von ca. 2700 K (warme Töne) bis 6500 K (kühle Töne). Der Verlauf der Farbtemperaturkurve wird an die Raumnutzung angepasst.
Erhöht sich dadurch der Energieverbrauch?
In der Regel nicht: LED-basierte nutzerzentrierte Systeme steigern in den meisten Projekten die Energieeffizienz, da Sensoren und die Steuerung einzelner Szenarien unnötigen Verbrauch reduzieren.
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