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Was ist der CRI-Wert (Farbwiedergabeindex)?

Was ist der CRI-Wert (Farbwiedergabeindex)?

Was ist der CRI-Wert?

Der CRI (Farbwiedergabeindex) ist ein Messwert, der angibt, wie genau eine Lichtquelle die Farben von Objekten so wiedergibt, wie sie im natürlichen Tageslicht erscheinen.

• Skala: 0 – 100

• CRI 100: Nahe am Tageslicht, perfekte Farbwahrnehmung

• Niedriger CRI: Verblasste, künstliche und unrealistische Farben

Mit steigendem CRI-Wert werden Farben lebendiger, natürlicher und realistischer wahrgenommen.

Warum ist die Lichtqualität für die Farbwiedergabe wichtig?

Haben Sie schon einmal ein Hemd und eine Krawatte im Geschäft gekauft, die perfekt zusammenpassten, nur um dann festzustellen, dass die Farben überhaupt nicht harmonierten? Oder haben Sie schon einmal Socken gesehen, die Sie für ein Paar hielten, die aber im Tageslicht unterschiedliche Farbtöne hatten? Das liegt nicht an Ihren Augen. Das Problem ist, dass die Beleuchtung in Ihrer Umgebung einen niedrigen CRI-Wert (Farbwiedergabeindex) aufweist. In diesem Artikel erklären wir das Konzept des Farbwiedergabeindex (CRI), eines der wichtigsten Kriterien für die Wahl der richtigen Beleuchtung, klar und verständlich, ohne uns in technischen Details zu verlieren.

Wie nimmt das menschliche Auge Farben wahr?

Sonnenlicht enthält alle Farben des sichtbaren Spektrums und deren Zwischentöne vollständig. Ein Teil des auf ein Objekt treffenden Lichts wird absorbiert, ein anderer Teil reflektiert. Unsere Augen nehmen die reflektierten Wellenlängen als Farbe wahr. Daher gilt Tageslicht als Referenz. Minderwertige Leuchtstoffröhren und LEDs emittieren jedoch Teile des Spektrums unvollständig. Dadurch wirken Farben anders als in der Realität. Fehlt beispielsweise die rote Wellenlänge in der Lichtquelle, erscheint ein rotes Produkt blass oder bräunlich statt leuchtend.

Welcher CRI-Wert ist in welchen Bereichen empfehlenswert?

Gemäß internationaler Normen (EN 12464) gelten folgende empfohlene Mindestwerte für den CRI:

  • CRI 90 und höher – Ausgezeichnet – Für Geschäfte, Kunstgalerien, Krankenhäuser sowie Textil- und Produktionsbereiche, in denen Farbgenauigkeit entscheidend ist.
  • CRI 80 und höher – Gut – Allgemeinbeleuchtung in Büros, Schulen und Wohnhäusern.
  • CRI 70 und höher – Akzeptabel – Straßenbeleuchtung und Außenbeleuchtung.
  • Werte unter CRI 70 sind in modernen Beleuchtungsprojekten generell nicht empfehlenswert.

Wie wird der Farbwiedergabeindex (CRI) gemessen? (Ra-Wert)

Die gebräuchlichste Methode zur Messung des CRI ist der Ra-Wert.

Bei dieser Messung werden:

  • 8 Pastellreferenzfarben
  • bei Tageslicht und der getesteten Lichtquelle verglichen.
  • Die resultierenden Farbunterschiede werden mathematisch berechnet.

Je geringer der Farbunterschied, desto höher der CRI-Wert.

Unbekannte Einschränkung des CRI-Werts (Ra-Wert)

Obwohl der Ra-Wert weit verbreitet ist, hat er einen wichtigen Nachteil: Die Berechnung berücksichtigt nur Pastelltöne. Kräftige und gesättigte Farben, insbesondere Rot (R9), werden nicht berücksichtigt.

Dies hat folgende praktische Folgen:

  • Die menschliche Haut wirkt blass,
  • Obst und Lebensmittel sehen nicht appetitlich aus,
  • Textilien geben ihre Farben nicht naturgetreu wieder.

Textilien geben ihre Farben nicht naturgetreu wieder. Qualitätsleuchtenhersteller achten daher nicht nur auf den Gesamt-CRI-Wert, sondern auch auf die Farbsättigung, beispielsweise auf den R9-Wert.

Ergebnis: Die richtige Beleuchtung, die richtige Wahrnehmung

Bei der Auswahl von Leuchten reicht es nicht aus, nur auf Helligkeit (Lumen) oder Farbtemperatur (Kelvin/CCT) zu achten. Für natürliche, lebendige und naturgetreue Farben sollte der CRI-Wert des gewählten Produkts mindestens 90 betragen.

Denken Sie daran: Die Lichtqualität beeinflusst direkt die Wahrnehmung; und die Wahrnehmung beeinflusst direkt unser Erlebnis und unsere Lebensqualität.

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