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Der CRI (Farbwiedergabeindex) ist ein Messwert, der angibt, wie genau eine Lichtquelle die Farben von Objekten so wiedergibt, wie sie im natürlichen Tageslicht erscheinen.
• Skala: 0 – 100
• CRI 100: Nahe am Tageslicht, perfekte Farbwahrnehmung
• Niedriger CRI: Verblasste, künstliche und unrealistische Farben
Mit steigendem CRI-Wert werden Farben lebendiger, natürlicher und realistischer wahrgenommen.
Haben Sie schon einmal ein Hemd und eine Krawatte im Geschäft gekauft, die perfekt zusammenpassten, nur um dann festzustellen, dass die Farben überhaupt nicht harmonierten? Oder haben Sie schon einmal Socken gesehen, die Sie für ein Paar hielten, die aber im Tageslicht unterschiedliche Farbtöne hatten? Das liegt nicht an Ihren Augen. Das Problem ist, dass die Beleuchtung in Ihrer Umgebung einen niedrigen CRI-Wert (Farbwiedergabeindex) aufweist. In diesem Artikel erklären wir das Konzept des Farbwiedergabeindex (CRI), eines der wichtigsten Kriterien für die Wahl der richtigen Beleuchtung, klar und verständlich, ohne uns in technischen Details zu verlieren.
Sonnenlicht enthält alle Farben des sichtbaren Spektrums und deren Zwischentöne vollständig. Ein Teil des auf ein Objekt treffenden Lichts wird absorbiert, ein anderer Teil reflektiert. Unsere Augen nehmen die reflektierten Wellenlängen als Farbe wahr. Daher gilt Tageslicht als Referenz. Minderwertige Leuchtstoffröhren und LEDs emittieren jedoch Teile des Spektrums unvollständig. Dadurch wirken Farben anders als in der Realität. Fehlt beispielsweise die rote Wellenlänge in der Lichtquelle, erscheint ein rotes Produkt blass oder bräunlich statt leuchtend.
Gemäß internationaler Normen (EN 12464) gelten folgende empfohlene Mindestwerte für den CRI:
Die gebräuchlichste Methode zur Messung des CRI ist der Ra-Wert.
Bei dieser Messung werden:
Je geringer der Farbunterschied, desto höher der CRI-Wert.
Obwohl der Ra-Wert weit verbreitet ist, hat er einen wichtigen Nachteil: Die Berechnung berücksichtigt nur Pastelltöne. Kräftige und gesättigte Farben, insbesondere Rot (R9), werden nicht berücksichtigt.
Dies hat folgende praktische Folgen:
Textilien geben ihre Farben nicht naturgetreu wieder. Qualitätsleuchtenhersteller achten daher nicht nur auf den Gesamt-CRI-Wert, sondern auch auf die Farbsättigung, beispielsweise auf den R9-Wert.
Ergebnis: Die richtige Beleuchtung, die richtige Wahrnehmung
Bei der Auswahl von Leuchten reicht es nicht aus, nur auf Helligkeit (Lumen) oder Farbtemperatur (Kelvin/CCT) zu achten. Für natürliche, lebendige und naturgetreue Farben sollte der CRI-Wert des gewählten Produkts mindestens 90 betragen.
Denken Sie daran: Die Lichtqualität beeinflusst direkt die Wahrnehmung; und die Wahrnehmung beeinflusst direkt unser Erlebnis und unsere Lebensqualität.
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